Jugendprävention / Youthwork

Die Fachstelle für Sexualität und Gesundheit bietet ergänzend zur elterlichen und schulischen Aufklärung sexualpädagogische Projekttage für Schulen und Jugendeinrichtungen an. Unser Ziel ist es, junge Menschen bei der (Weiter-)Entwicklung einer selbstbestimmten und verantwortungsvollen Sexualität zu unterstützen. Durch sexuelle Bildung werden HIV-Infektionen und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) minimiert.
Die Projekttage werden in der Regel vom sexualpädagogischen Team der Fachstelle durchgeführt.

Für wen?

Das Präventionsangebot der Aids-Hilfe richtet sich im Stadtgebiet Münster an

  • Schulklassen aller Schulformen (Schwerpunkt 7. – 10. Klasse)
  • Einrichtungen der Jugendhilfe
  • offene Jugendtreffs

und Multiplikator*innen wie

  • Lehrer*innen
  • Erzieher*innen
  • Pädagogisches Fachpersonal
  • Mitarbeiter*innen im Gesundheitswesen
  • Eltern/Sorgeberechtigte

In Kooperation mit pro familia und dem Sozialdienst katholischer Frauen bieten wir sexualpädagogische Projekte für männliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge an, Informationen hierzu finden Sie im Menü unter Angebote für UMA.

Zeitlicher Umfang

Jedes Projekt wird auf die Bedürfnisse und den Kenntnisstand der Zielgruppe, abhängig von Alter und Vorwissen abgestimmt. Sowohl Kurz-Projekte, als auch mehrtägige Projekte sind möglich. In der Regel dauert ein Schulprojekt etwa 5 Schulstunden.

Inhalt des Projektes

Individuelle Fragen und Wünsche der Teilnehmenden haben Vorrang. In den sexualpädagogischen Veranstaltungen mit Jugendlichen geht es schwerpunktmäßig um folgende Themen:

  • Liebe, Freundschaft, Pubertät
  • Körperkompetenzen und Körperwissen
  • Das „erste Mal“
  • Infektionswege und Schutz vor HIV und anderen STIs
  • Beziehungen, Lebensstile und sexuelle Vielfalt
  • Sexualität, Wohlbefinden und Verhütung
  • Selbstbestimmung und sexuelle Rechte

Zudem bieten wir HIV/AIDS-Kurzprojekte an (z.B. als Ergänzung im Biologie- oder NW-Unterricht). Themen sind hierbei u.a. Übertragungswege, Informationen zum Test, Therapie und Diskriminierung.

Des Weiteren führen wir Projekte zum Thema Homophobie mit Jugendgruppen durch. Bei Interesse kontaktieren Sie uns gerne!

In allen Altersgruppen setzen wir auf eine Mischung aus Informationen, interaktiven Methoden und spielerischen Elementen, so dass die Schüler*innen einen möglichst anschaulichen und lebendigen Zugang zum Thema finden.

In diesem Zusammenhang arbeiten wir auch geschlechtsspezifisch. Die Projekttage werden immer von einer Frau und einem Mann durchgeführt. Die Arbeit mit getrennten Mädchen- und Jungengruppen erleichtert es den Jugendlichen offen über Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen.

Rahmenbedingungen & Kosten

Vor den Schulprojekten führen wir ein Gespräch mit den Lehrer*innen, um die Rahmenbedingungen individuell zu klären. Die Projekte sind in der Regel kostenlos, wir bitten jedoch für jede Veranstaltung um eine Spende von 1,50 Euro pro Schüler*in.

Das zeichnet uns aus…

Wir haben eine ganzheitliche Sicht auf Menschen und ihre Sexualität. Im Vordergrund unserer Arbeit stehen Akzeptanz und Toleranz, unabhängig von kultureller, politischer, religiöser und sexueller Orientierung. Lustfreundlichkeit und Verantwortungsbewusstsein stehen bei uns im Mittelpunkt.

 

 

Jan Brinker und Christine Kanz

Jan Brinker und Christine Kanz