SyphilisInformationen über andere sexuell übertragbare Erkrankungen
Neben HIV, Syphilis und Hepatitis gibt es noch einige andere sexuell übertragbare Erkrankungen, die allerdings meistens gut behandelbar sind - sofern sie rechtzeitig erkannt werden.

Bei den Erregern lassen sich Bakterien, Viren und Parasiten unterscheiden.

Durch Bakterien verursacht

  • Tripper
    Infektion durch Kontakt mit infizierten Schleimhäuten oder Körperflüssigkeiten. Das heißt, dass es vor allen Dingen beim Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr zu einer Ansteckung kommen kann. Symptome treten in der Regel 2 bis 5 Tage nach der Ansteckung auf. Mögliche Symptome: Jucken und Brennen beim Wasserlassen, eitriger Ausfluss aus der Harnröhre oder Scheide, beim Mundbefall Schluckbeschwerden, beim Enddarmbefall Schmerzen, aber auch symptomfreier Verlauf. Mit Antibiotika ist der Tripper gut behandelbar.
  • Clamydien
    Übertragung ähnlich wie beim Tripper, oft auch gemeinsam. Symptome ähnlich wie beim Tripper.
  • Syphilis                                                                                                             Infektion bei fast allen sexuellen Kontakten möglich über Schleimhaut-Schleimhaut-Kontakt oder Kontakt mit Geschwür/nässendem Ausschlag. Typischer Verlauf: 1. Stadium: ungefähr 2 Wochen nach Infektion schmerzloses Geschwür an der Eintrittsstelle der Bakterien; 2. Stadium: nach 2 bis 3 Monaten Hautauschläge und Fieber; danach Ausheilung in 75 % der Fälle; 3. Stadium: nach Jahren schwere Organschäden an Gefäßen, Nerven, Skelett, Gehirn. Heilende Behandlung durch Antibiotika (Penicillin) möglich und wichtig; Syphilis verbreitet sich seit einigen Jahren unter MSM (Männer, die Sex mit Männern haben). Wir empfehlen MSM mit mehreren Sex-Partnern eine jährliche Blutuntersuchung!                                                                                                              

Durch Viren verursacht

  • Herpes
    Virusinfektion an Mund, Penis oder Darm; übertragbar durch direkten Hautkontakt; die z.T. sehr schmerzhaften "Ausbrüche" sind gut behandelbar, aber das Virus bleibt im Körper und meldet sich meist bei Stress oder körperlicher Schwäche in Form von schmerzhaften Bläschen wieder, die aufplatzen und Geschwüre bilden können.
  • Feigwarzen
    Durch Viren ausgelöste Hautwucherungen (vor allem am Darmausgang, aber auch an der Eichel oder an den Hoden); durch direkten Hautkontakt (aber abhängig von der Abwehrlage und anderen Faktoren des Empfängers) übertragbar; unübersehbar. Behandelbarkeit je nach Größe, Ausbreitung und Ort gut bis sehr problematisch.

Durch Parasiten verursacht

  • Filzläuse
    Im Fall einer Infektion kommen sie meist im behaarten Genital- und Analbereich vor und sind durch Hautkontakt übertragbar. Neben der Hautbehandlung ist eine gründliche Reinigung der Kleidung und Bettwäsche notwendig. Übertragung durch engen Körperkontakt.

    Symptome: kleine rote, stark juckende Pickel auf der Haut, vor allem zwischen den Fingern, aber auch an allen anderen Körperstellen. Gut behandelbar.
  • Trichomonaden
    Durch Einzeller hervorgerufene Infektion. Häufig, vor allem bei Männern, symptomfrei. Sonst Jucken im Genitalbereich, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, dünnflüssiger übelriechender Ausfluss. Mit Antibiotika gut behandelbar.
 
Sexuell übertragbare Erkrankungen